Basic: Die Blende

Blende, Belichtungszeit und ISO sind die drei Faktoren die in der Fotografie zusammenspielen. Der Vereinfachung halber werden hier die anderen beiden Faktoren (ISO und Belichtungszeit) vernachlässigt.


Die Blende (eng. the aperture) ist eine mechanische Vorrichtung, die mit ihrer Lamellenverschlussöffnung die Lichtzufuhr zum Sensor im Objektiv regelt.
Bei jeder DSLR-/DSLM-Kamera kann man die Blendenöffnung einstellen. Dabei wird die Öffnung für das Licht durch Lamellen im Objektiv verkleinert oder vergrößert.
Wenn die Zahl, mit der die momentane Blende angegeben wird klein ist, spricht man von einer großen Blende. Ist diese Zahl jedoch groß, ist die Blendenöffnung dagegen kleiner und es fällt weniger Licht auf den Sensor.

Für was braucht man die Blende?
Die Blende nimmt indirekt Einfluss auf die Belichtungszeit und ISO, da man mit der Öffnung der Blende die einfallende Lichtmenge regulieren kann. Die Zweite Aufgabe bzw. das Ergebnis aus der Größe der Blendenöffnung ist die sich ergebende Tiefenschärfe. Auf die Tiefenschärfe gehen wir in einem kommenden Blog-Eintrag genauer ein.

Wieso kann man nicht immer offenblendig fotografieren?
Wenn zuviel Licht auf den Sensor fällt werden alle Bilder sehr schnell zu hell und damit überbelichtet.
Da mit der Blende auch die Tiefenschärfe und somit der “Informations”-Gehalt des Bildes eingestellt wird, kann es sein, dass wichtige Bereiche im Bild nicht scharf sind, z.B. Augen, Ohren, Nase, Personen, Gegenstände…

Wo sehe ich den eingestellten Blenden Wert?
Sobald ihr Werte seht, die wie einer der Folgenden aussehen

  • f/2,8
  • 1:2,8
  • 1/2,8
  • f/2,8
  • F 2,8

ist die Blende auf 2,8 eingestellt

Was bedeuten diese Zahlen?
Je kleiner die Zahlen, desto größer ist die Blendenöffnung (viel Licht) und
je größer die Zahl, desto kleiner ist die Blendenöffnung (wenig Licht).
Das Ganze folgt einem System. Die Zahlenreihen 1.4, 2.0, 2.8, 4, 5.6, 8, 11, 16, 22  geben bis zur nächsten Zahl eine Halbierung bzw. wenn man es von rechts nach links liest eine Verdopplung der Lichtmenge an.
Bessere Objektive besitzen meist eine Offenblende von 1.2; 1.4; 1.8 oder 2.8.
Zoom-Objektive, die eher bei “günstigeren” Kameras dabei sind, starten bei 3.5-5.6. Hier ist es so, dass sich durch zoomen des Objektives die Offenblende von 3.5 auf 5.6 ändert.

Woher weiss ich welches Objektiv welche Blende hat?
Auf eurem Objektiv steht die maximale Blendenöffnung entweder vorne an der Linse oder seitlich auf dem Objektiv. Dies ist von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich.


FAZIT:
Die Blende regelt die Menge des Lichts, das auf den Sensor fällt und ist für die Tiefenschärfe verantwortlich.
Auf dem Objektiv ist immer die Offenblende angegeben.
Je kleiner die Blendenzahl (1.2, 1.4, 1.8), desto größer ist die Blendenöffnung. Je größer die Blendenzahl (5.6,8,11), desto kleiner die Blendenöffnung.

 

Hat euch der Beitrag weitergeholfen? Habt ihr Fragen dazu? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare 🙂

 

Euer Augsburger-Fotografen-Team

Ein Gedanke zu „Basic: Die Blende

  1. Pingback: 5 Portrait-Tipps Teil 2 – Augsburger-Fotografen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.