Basic: Die Belichtungszeit

Die Belichtungszeit ist neben Blende und ISO, eine von drei Faktoren. Und alle drei Faktoren spielen in der Fotografie zusammen. Heute beschäftigen wir uns mit der Belichtungszeit etwas genauer.


Die Belichtungszeit (auch Belichtungsdauer genannt) kann man in einer DSLR-/ DSLM-Kamera einstellen, sie gibt an, wie lange das Licht auf den Sensor fällt – dies ist von dem Bruchteil einer Sekunde bis zu mehreren Stunden möglich.
Angegeben wird dies wie folgt, z.B.: 1/250 das bedeutet 1/250 einer Sekunde.
– 1/25 einer Sekunde ist also eine längere Belichtungszeit als 1/250 einer Sekunde
– 1/2500 einer Sekunde ist also eine kürzere Belichtungszeit als 1/250 einer Sekunde
Wenn man von einer längeren Belichtungszeit spricht, wird die Zahl unter dem Bruchstrich kleiner.
Wenn man von einer kürzeren Belichtungszeit spricht, wird die Zahl unter dem Bruchstrich größer.


Die eigentliche Aufgabe der Belichtungszeit ist es, scharfe Bilder zu erzeugen.
Zur Erklärung:

  • Nehmen wir an, wir würden ein Bild malen, von einem Stillleben, dann hätten wir alle Zeit der Welt, da dieses sich nicht bewegt. – Wir könnten eine längere Belichtungszeit wählen.
  • Wäre es aber ein fahrendes Auto das wir malen müssen, müssten wir einfach nur sehr sehr schnell malen. – Wir bräuchten eine kürzer Belichtungszeit.

Es wird jetzt also klar, dass wir um ein “scharfes” Bild zu bekommen unterschiedlich belichten müssen.

Bei einer Kamera mit einem Objektiv, das eine Brennweite von 50mm hat, sollte die Belichtungszeit mindestens 1/50 oder kürzer sein, d.h. 1/60; 1/80; 1/100… damit solltet ihr verwacklungsfreie Bilder aus der Hand produzieren können.

Bei schnellen Bewegungen wie z.B. beim Sport, als auch bei Langzeitbelichtungen braucht man Erfahrungswerte, die ihr am besten einfach selbst austestet.

Tipp: Beachtet die Faustregel oben, Brennweite ist mindestens die Belichtungszeit. Bei längeren Belichtungszeiten braucht ihr notfalls ein Stativ und am besten einen Fernauslöser/Selbstauslöser nach einigen Sekunden, da ein Drücken auf die Kamera auch schon ausreichen kann, um unscharfe Bilder zu bekommen.


Die zweite Aufgabe der Belichtungszeit ist es, die Helligkeit zu regeln.
Der Vorteil hier ist, dass ihr die Helligkeit in Bildern notfalls auch über die ISO, die Blende oder notfalls über zusätzliche ND-Filter regeln könntet.

Wenn wir jetzt alle anderen Faktoren der Kamera vernachlässigen, können wir mit dem Einstellen der Belichtungszeit die Fotos unterbelichten, optimal belichten und überbelichten.

(unterbelichtet, siehe Foto) (normal belichtet, siehe Foto) (überbelichtet, siehe Foto)
Dies könnt ihr natürlich auch als kreatives Stilmittel benutzen.
(Bild original) (Bild mit Photoshop noch nachbearbeitet.)


Fazit:

  • Die Belichtungszeit ist verantwortlich für scharfe Bilder, da sie die Motive einfrieren kann.
  • Die Helligkeit kann über die Belichtungszeit geregelt werden.
  • Man kann kreativ mit der Helligkeit spielen.
  • Die Faustregel sagt, dass die Brennweite mindestens die Belichtungszeit ist. Beispiel: eine Brennweite von 50mm = eine Belichtungszeit von mindestens 1/50 einer Sekunde.

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