Basic: Die ISO

Die ISO (International Standard Organisation) ist neben Blende und Belichtungszeit einer von drei Faktoren, die in der Fotografie zusammenspielen.


Die ISO beschreibt die Lichtempfindlichkeit des “Sensors” oder des Films in deiner Kamera.
Zur Zeit der analogen Fotografie gab es Filme zum Einlegen in die Kamera, die eine unterschiedliche Lichtempfindlichkeit hatten. Diese werden in der digitalen Fotografie durch die Nachverstärkung der ISO abgelöst, welche gerade bei schlechteren Lichtverhältnissen die Lichtempfindlichkeit verstärken soll. Dadurch wird das Bild heller.

Der niedrigste ISO-Wert ist meistens 100 (oft auch ISO 50/ISO 80). In diesem Fall ist der Sensor oder Film wenig empfindlich, bietet für das einfallende Licht aber die beste Qualität, wenn das zu fotografierende Objekt gut ausgeleuchtet ist. Je höher der ISO-Wert, desto empfindlicher reagiert der Sensor, wodurch die Helligkeit des Bildes zunimmt. Allerdings führt ein gesteigerter ISO-Wert verbunden mit einer höheren Sensor-Empfindlichkeit auch zu einem Bildrauschen. Es sollte individuell getestet werden, ab welchem ISO-Wert ein Bildrauschen entsteht, da jedes Kameramodell unterschiedlich reagiert.
Die meisten Kameras sind von einer ISO 100 bis zu einer ISO 3200/ISO 6400 verstellbar. Bei ganz neuen Kameras reicht die Stärke der ISO sogar bis zu Werten um die ISO 25600.
Im Gegenzug zur analogen Fotografie ist es bei der digitalen Fotografie möglich, die ISO-Werte während des Fotografierens zu ändern und das ist ein klarer Vorteil.

Bei vielen Kameras gibt es eine ISO-Automatik. Bei wechselnden Lichtverhältnissen und unter Zeitdruck ist diese Automatik eine gute Alternative zum manuellen Einstellen. Die Maximalwerte der ISO können meistens im Menü beschränkt werden. Das verhindert ungewollte Ergebnisse.

Wenn man in einem hohen ISO-Bereich fotografiert, kommt irgendwann der Punkt, ab dem die ISO schlechter wird, da die Nachverstärkung des Bildes nichts mehr rausholen kann. Ab diesem Zeitpunkt sieht man, wie das Bild verpixelt und die Farben weniger satt sind. Zudem wird der Kontrast weniger. Diesen Zustand nennt man “Bildrauschen”. Das ist erst einmal nicht schlimm, es kann sogar ein Stilmittel sein und für bestimmte Looks verwendet werden.
Nehmen wir an, wir nehmen ein Bild mit derselben Belichtung und denselben ISO-Einstellungen von verschiedenen Herstellern und Kamera-Typen auf. Dieses Bild kann ein unterschiedlich starkes Bildrauschen, je nach Kamera, aufweisen. Der niedrige ISO-Wert bedeutet im Idealfall nur eine bessere Bildqualität mit weniger Bildrauschen.

Das unten stehende Bild hat eine ISO von 5000. Das Bildmotiv ist ein schlecht beleuchteter Raum.

Folgende drei Probleme bringt ein hoher ISO-Wert mit sich:


Nun stellt sich die Frage: Was bringt mir die ISO beim Fotografien?
Durch gesteigerte ISO-Werte und der damit verbundenen erhöhten Lichtempfindlichkeit kann eine schnellere Verschlusszeit/Belichtungszeit gewählt oder die Blende erhöht werden. Den Freiraum der sich dadurch ergibt, kann man kreativ nutzen. Es ist z.B. möglich ein fahrendes Auto auf einem Bild einzufangen, so, als würde es still stehen.

Fazit:
Die ISO kann die Bilder heller machen und uns helfen schnellere Belichtungszeiten/geschlossenere Blenden zu benutzen.

  • Man sollte die ISO-Werte so klein wie möglich halten, um eine gute Bildqualität zu erzielen. Dies gilt allerdings nur, wenn das Fotomotiv gut ausgeleuchtet ist oder man noch Puffer in der Belichtungszeit und/oder Blende hat.
  • Für Motive mit Lichtstimmung (z.B. bei Konzerten) bietet sich auch eine höhere ISO an.
  • Man sollte überlegen und testen, für welche Bildsituation sich welcher ISO-Wert eignet.
  • Bildrauschen ist nichts schlimmes und kann in Maßen auch als Stilmittel eingesetzt werden.

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